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Vereinzelter Protest oder neue soziale Bewegung?
Dokumentarfilm von Martin Keßler (2005, 90 Minuten)
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Der Film:
Ob Montagsdemonstrationen, Opelstreik oder der Aufstand der Studenten. Seit Herbst 2003 erlebt Deutschland immer neue Wellen sozialer Proteste. Der Dokumentarfilmer Martin Keßler und sein Team haben die verschiedenen Protestwellen mit der Videokamera begleitet. Daraus sind die Dokumentarfilme neueWUT (2005, 90 min) und KICK IT LIKE FRANKREICH DER AUFSTAND DER STUDENTEN (2006, 95 min) entstanden. Zur Zeit entsteht als dritter Film in dieser Reihe DAS WAR DER GIPFEL über die Proteste zum G 8 Gipfel Heiligendamm.
Im Mittelpunkt von neueWUT stehen Menschen, die von sozialen Kürzungen oder Lohneinbußen betroffen sind oder seit Jahren keine Arbeit mehr finden und sich wehren. Auf der Straße und vor den Werkstoren. Martin Keßler und sein Team haben einige von ihnen über ein Jahr lang begleitet. Um zu zeigen, warum sie aufbegehren, wohin ihre Wut sie treibt und ob aus all dem eine neue soziale Bewegung entsteht. Aus Arbeitslosen und Automobilarbeitern, aus Globalisierungskritikern und Gewerkschaftern, aus "Ossis" und "Wessis".
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Textfassung des Films:
O-Ton und Kommentare des Films liegen als Textfassung vor. Interessierte können das Manuskript "neueWUT_Kommentar.pdf" hier herunterladen.
Urheberrechtlicher Hinweis:
Das Textmaterial des Manuskripts ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck (auch auszugsweise), Verwendung und Weiterverarbeitung ist außer für den privaten Gebrauch nur mit schriftlicher Genehmigung der Martin Keßler Filmproduktion gestattet. |
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Paul Fröhlich, 33 Jahre, Opelarbeiter aus Bochum.
Der Vertrauensmann der IG Metall hat bereits im November 2003 an Protesten gegen die Agenda 2010 teilgenommen. Bei dem spontanen Streik gegen drohende Entlassungen bei Opel Bochum im Oktober 2004 ist er einer der Wortführer. |
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Barbara Willmann (rechts), 45 Jahre, arbeitslose Büroangestellte aus Frankfurt am Main. Sie wehrt sich gemeinsam mit der blinden Gabi Watz und Frauen vom Selbsthilfenetz der Caritas gegen Sozialkürzungen bei den "sozial Schwachen": "Auch wenn unserer Protest kaum etwas bringt - all diese Grausamkeiten stillschweigend ertragen ist einfach zu arg", sagen sie. |
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Andreas Ehrholdt, 42 Jahre, arbeitsloser Bürokaufmann aus Magdeburg. Er hat die Montagsdemonstrationen in Ostdeutschland initiiert und jetzt eine eigene Partei gegründet.
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Pedram Shahyar, 31 Jahre, gehört zum globalisierungskritikischen Netzwerk Attac. Er will öffentlich Druck machen für eine andere Politik. |
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Urheberrechtlicher Hinweis:
Das gezeigte Bild-, Ton- und Videomaterial ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck (auch auszugsweise), Verwendung und Weiterverarbeitung ist außer für den privaten Gebrauch nur mit schriftlicher Genehmigung der Martin Keßler Filmproduktion gestattet.
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Der Film wurde im Juli 2005 fertiggestellt und wird als DVD und VHS vertrieben. Bestellen können Sie ihn hier...
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Bundesweite Demonstration gegen Hartz IV,
Berlin, Oktober 2004 |
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Montagsdemonstration in
Magdeburg, August 2004 |
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Dokumentation eines sozialen Protestes:
Aprildemonstrationen gegen die Agenda 2010, Proteste gegen Hartz IV, Arbeitskämpfe bei Mercedes, Opel und VW. Es ist vor allem Wut, die die Menschen treibt: Wut über die Praxis- oder Studiengebühr. Wut über Lohn- und Personalabbau. Wut über die schamlose Bereicherung bei "denen da oben" und immer neue Einsparungen "bei denen da unten". Und hinter dieser Wut steht oft genug blanke Angst. Die Angst, endgültig sozial abzustürzen.
Die Langzeitbeobachtung neueWUT begleitet "einfache Demonstranten" und sogenannte "Rädelsführer", die sich gegen den "Rückbau des Sozialstaates" zur Wehr setzen. Sie kommen aus den unterschiedlichsten sozialen und politischen Milieus, finden zu neuen Gemeinsamkeiten oder bekämpfen sich mitunter gegenseitig.
Der Dokumentarfilm neueWUT schaut da intensiv hin, wo eine zunehmend hysterische aktuelle Berichterstattung immer öfter wegschaut: Woher kommt diese Wut? Sind es nur spontane Aufwallungen oder Vorboten einer neuen sozialen Bewegung? Für den Erhalt des Sozialen, gegen den blanken Terror der Ökonomie, für eine gerechte Globalisierung? Oder erleben wir zur Zeit das letzte Gefecht zur Verteidigung des deutschen Sozialstaates, der schon bald einem globalen "Turbo- Kapitalismus" mit notdürftiger Armenfürsorge Platz macht? Fragen, auf die im Film nicht nur Arbeitslose und Automobilarbeiter antworten, sondern auch der Sozialethiker Prof. Friedhelm Hengsbach, Gewerkschaftsführer wie Michael Sommer oder Politiker wie Wolfgang Clement.
neueWUT liefert eine spannende Innensicht dieser sozialen Protestbewegung. Ihrer Vor- und Rückschritte. Der Schwierigkeiten, zu Gemeinsamkeiten zu finden. Die filmische Langzeitbeobachtung zeigt, wie etablierte Politik und Medien reagieren und was geschieht, wenn die erste Wut verraucht ist und sich nichts oder nur wenig ändert.
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Proteste gegen Sozialkürzungen,
Frankfurt am Main, Oktober 2004 |
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Aufrufe zur Montagsdemonstration
in Berlin, August 2004 |
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Das Filmprojekt:
Mit den Dreharbeiten für neueWUT wurde im Herbst 2003 begonnen: Sozial- und Studentenproteste in Frankfurt am Main, Großdemonstrationen in Berlin, Stuttgart und Köln, Montagsdemonstrationen in Ost und West (Sommer/Herbst 2005), Arbeitskämpfe bei Opel, Mercedes und VW (Sommer/Herbst 2005), Proteste gegen die Verschärfung der Hartz IV Gesetze (Berlin/Köln, Sommer 2006), Aufstand der Studenten in Hessen (ab Mai 2006), Aktionen gegen "Zwangsumzüge" (Berlin/Bochum, Frühjahr 2006)...
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Mittlerweile sind über 250 Stunden Videomaterial zusammengekommen. Ausschnitte aus neueWUT (2005, 90 min) und aus ausgewählten und vorgeschnittenen Komplexen des Rohmaterials können Sie auf dieser Webseite anschauen.
neueWUT ist als DVD und VHS erhältlich.
BESTELLEN können Sie ihn hier...
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| Eva Voosen & Martin Keßler im Schneideraum, Mai 2005 |
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Das Team:
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| Buch/Regie |
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Martin Keßler |
| Kamera |
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Martin Keßler |
Schnitt
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Eva Voosen
Marc Nordbruch |
| Ton |
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Hans Magnus Pechel
Ricardo Pereira
Steven Hutchings |
| Produktionsleitung |
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Kurt Otterbacher |
| Produktionsassistent/Vertrieb |
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Hans Magnus Pechel |
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Der Filmemacher Martin Keßler (*1953) studierte Geschichte, Germanistik, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften in Marburg und Berlin.
Seit 2001 unterrichtet Martin Keßler als Lehrbeauftragter an der Phillips-Universität Marburg.
Schwerpunkte seiner Arbeit als Filmemacher und freier Fernsehjournalist seit Mitte der 80er Jahre sind Berichte, Reportagen, Dokumentationen zu Sozial- und Wirtschaftsthemen, u.a. für ARD, ARTE, ZDF, WDR, HR.
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Filmografie Martin Keßler
Eine Auswahl (Linkliste)
"Milde Gaben statt Sozialstaat" (ZDF 1997, 45 min)
"Der Geldadel vom Taunushang" (WDR 1998, 30 min)
"Billigjobs für Millionen" (ZDF 1998, 45 min)
"Schatten über der Stadt" (ZDF 1999, 45 min)
"Überleben im Autokrieg" (ZDF 1999, 45 min)
"König der Putzfrauen" (WDR 2000; 45 min)
"Die Ärztin von St. Pauli" (ZDF 2000, 30 min)
"Das Milliardengrab" (WDR 2001, 45 min)
"David gegen Goliath" (ARTE, ZDF 2001, 60 min)
"Warum mußte Klaus Herzberg sterben?" (WDR 2002, 45 min)
"Polnische Maulwürfe" (ARTE 2002, 25 min)
"Die Maulwürfe von Walbrzych" (SWR 2003, 30 min)
"Frankfurter Häuserkampf" (ARTE, WDR 2003, 60 min)
"Lulas Kampf gegen den Hunger" (ARTE 2004, 25 min)
"neueWUT" (Dokumentarfilm 2005, 90 min)
"Kick it like Frankreich - Der Aufstand der Studenten" (Dokumentarfilm 2006, 95 min)
"ERNESTO alias ERNST" (Dokumentarfilm 2007, 90 min)
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