Wir sind gerade von spannenden Dreharbeiten zur Fortsetzung unserer dokumentarischen Langzeitbeobachtung „Count Down am Xingu“ aus Brasilien zurück: u.a. haben wir ausführlich am 1. Januar bei der Amtsübernahme des neuen brasilianische Präsidenten Bolsonarao gedreht und die Hysterie und Erwartungen seiner Anhänger eingefangen. Wie sie vor Armeefahrzeugen für Erinnerungsfotos posieren und die frühere Militärregierung verherrlichen.

Am Fluß Xingu im Amazonasgebiet haben wir Bischof Kräutler mit der Kamera begleitet – zum Staudamm Belo Monte und beim Jahrestreffen der Bürger – und Indigenenbewegungen, die befürchten, durch die neue Regierung noch stärker als bisher kriminalisiert zu werden.

Außerdem haben wir mit den Goldsuchern am Xingu gesprochen, die große Angst haben, durch die Wahl Bolsonaros ihre jahrzehntelangen „Goldgruben“ endgültig an den kanadische Minenkonzern Belo Sun zu verlieren. Der will an der durch den Staudamm Belo Monte z.T. trocken gefallenen großen Schleife des Xingu die größte Goldmine Brasiliens errichten.

Wir haben auch in einem kleinen Indigendorf an der Transamazonica gedreht, deren Gebiet seit der Wahl Bolsonaros verstärkt von illegalen Holzfällern und Landräubern heimgesucht wird. Unter ihnen ehemalige Bauarbeiter, die den Staudamm Belo Monte errichtet und jetzt keine Arbeit und kein Auskommen mehr haben.

Aus diesem Material werden wir schon bald einen aktuellen Film schneiden und herausbringen.